5 fatale Fehler mit Duftkerzen die fast jeder macht: Einer davon kostet jährlich 1000 Familien ihr Zuhause

Der warme Schein einer Duftkerze gehört für viele Menschen zu den stillen Luxusmomenten des Alltags. Ein dezenter Jasmin- oder Sandelholzduft, sanftes Flackern – all das vermittelt Ruhe. Doch hinter dieser scheinbaren Harmlosigkeit verbirgt sich ein physikalisch höchst aktiver Vorgang: offenes Feuer in einem mit brennbaren Fetten durchsetzten Medium. Die österreichische Brandschadenstatistik zeigt, dass offenes Licht und Feuer regelmäßig unter den Top 3 der häufigsten Zündquellen rangiert und ungefähr 1.000 Brände pro Jahr verursacht. Wie Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO, bestätigt: Tests haben gezeigt, dass brennbare Materialien in unmittelbarer Nähe einer Flamme innerhalb weniger Sekunden in Vollbrand stehen können.

Eine Kerze ist im Grunde ein kleiner thermochemischer Reaktor. Das Wachs – meist ein Gemisch aus Paraffin, Stearin oder pflanzlichen Ölen – verdampft durch Hitze und reagiert in der Flamme mit Sauerstoff. Diese Verbrennung setzt erhebliche Temperaturen frei, und die Flamme selbst ist instabil: Sie reagiert sensibel auf Luftströme, Dochtlänge und Umgebungswärme. Wird das Gefäß zu heiß, kann es verspannen oder reißen. Bei großzügig dekorierten Arrangements – etwa mit Trockenblumen, Hölzern oder Papieretiketten – genügen wenige Sekunden Kontakt, um eine Entzündungsreaktion auszulösen.

Was viele nicht wissen: Die Gefahr beschränkt sich nicht nur auf sichtbare Flammen. Laut Umweltbundesamt-Studie werden beim Verbrennen von Paraffinkerzen flüchtige organische Verbindungen freigesetzt, darunter Benzol, das von der WHO als krebserregend für den Menschen eingestuft wird. Beim Verbrennen von Duftkerzen entstehen zudem krebserregende Stoffe wie Formaldehyd aus Duftstoffen, beispielsweise aus frischem Zitrusduft. Das Fraunhofer-Institut für Holzforschung hat nachgewiesen, dass sich nach dem Abbrennen von Duftkerzen mehr Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Feinstaub in der Raumluft nachweisen lassen.

Warum die typischen Fehler häufiger auftreten, als man denkt

Es sind selten spektakuläre Nachlässigkeiten, die Brände oder Schäden auslösen. Viel öfter handelt es sich um gewöhnliche Routinen, die unbemerkt Sicherheitsregeln verletzen. Statistiken belegen, dass rund 60 Prozent aller durch Kerzen ausgelösten Brände auf die Monate November, Dezember und Jänner entfallen. In Deutschland führten Kerzen allein im Dezember 2024 zu etwa 6.000 zusätzlichen Bränden. Die Ursache ist fast nie das Produkt selbst, sondern seine Umgebung – und der menschliche Umgang damit.

Brennen in der Nähe von Textilien gehört zu den häufigsten Risiken: Vorhänge, Tischdecken oder Servietten können sich bei Kontakt mit der Flamme oder starker Hitzeeinwirkung entzünden. Kerzen auf nicht hitzebeständigem Untergrund – etwa Holz, Kunststoff oder lackierten Flächen – absorbieren Wärme und leiten sie schlecht ab; die Folge sind Verfärbungen oder Brandblasen. Mehrere Kerzen zu nah beieinander verstärken durch gegenseitige Wärmereflexion lokal die Temperatur, wodurch das Wachs schneller flüssig wird und der Docht kippen kann.

Laut AOK-Magazin sollte der Docht auf maximal einen Zentimeter gekürzt werden. Ist er zu lang, steigt die Flamme höher, die Rußbildung nimmt zu und die Glaswand erhitzt sich ungleichmäßig. Stromende Luftquellen – offene Fenster, Ventilatoren oder Klimaanlagen – erzeugen unerwartete Luftbewegungen, die eine Kerze unberechenbar flackern lassen. Der Klassiker bleibt jedoch: ein Telefonat, ein kurzer Gang in ein anderes Zimmer, die Ablenkung dauert fünf Minuten – und das genügt bereits.

Solange eine Kerze sichtbar und unter Kontrolle bleibt, sind diese Risiken beherrschbar. Doch die Realität zeigt: Menschen schätzen Gefahren, die langsam entstehen, systematisch zu niedrig ein. Das liegt an einem psychologischen Effekt, der sogenannten Habituierung. Nach Tagen oder Wochen regelmäßigen Gebrauchs bewertet das Gehirn dieselbe Flamme als normal, auch wenn gleichzeitig der Staubanteil auf dem Regal und die Dichte der Dekoration steigen. Sicherheit erfordert deshalb nicht nur Wissen, sondern auch Routine im Kontrollverhalten.

Der wissenschaftlich fundierte Mindeststandard für sicheren Kerzengebrauch

Das Deutsche Institut für Normung definiert mit DIN EN 15493, unter welchen Bedingungen Kerzen geprüft werden. Diese Norm legt Grenzwerte für Abbrandverhalten, Standfestigkeit und Brenndauer fest. Sie gilt jedoch für das Produkt – nicht für die Nutzungssituation. Für die häusliche Praxis lassen sich daraus fünf technische Prinzipien ableiten, die das Risiko erheblich senken.

Das Gefäß einer Duftkerze muss dimensionsstabil bleiben unter Hitzeeinwirkung. Dünnwandige Gläser oder Metallbecher ohne Lüftungszone können sich im Dauerbetrieb überhitzen. Dickwandige Gläser mit leicht konischem Rand und offener Oberseite sind sicherer. Ein hitzebeständiger Untergrund ist keine stilistische Option, sondern ein physikalisches Muss. Ideal sind keramische Platten oder Metalluntersetzer mit isolierender Unterseite.

Brennt eine Kerze in einem ungelüfteten Raum, steigt der CO-Partialdruck lokal an, was unvollständige Verbrennung und Rußbildung begünstigt. Regelmäßiges Lüften verhindert Reizung der Atemwege und minimiert Schadstoffkonzentration. Der Docht sollte im Zentrum bleiben. Ist er schief, wandert die Flamme und erhitzt das Glas punktuell. Ein leichtes Drehen des noch flüssigen Wachsrands mit einem Holzstäbchen nach einiger Zeit Brennzeit stabilisiert die Position.

Das klassische Auspusten verteilt feine Wachspartikel in der Luft, die sich noch entzünden können. Ein Kerzenlöscher oder das vorsichtige Abdecken mit dem Originaldeckel verhindert Nachglimmen und Rauchentwicklung. Die Einhaltung dieser fünf Regeln senkt nachweislich das Brandrisiko im Haushalt erheblich – und sie lassen sich mühelos in jede Alltagsroutine integrieren.

Wie physikalische Detailkenntnis das Risiko weiter reduziert

Bei genauer Betrachtung zeigt sich: Kerzensicherheit ist eine Frage der Wärmeleitung und Konvektion. Eine Flamme erwärmt die Luftsäule oberhalb, die dadurch aufsteigt und einen Unterdruck am Boden erzeugt. In geschlossenen Räumen ohne Luftaustausch kann dies winzige Strömungen erzeugen, die Zugluft simulieren. Eine hohe Kerze auf Wandregalhöhe erfährt dadurch oft stärkere Bewegung als eine auf niedriger Tischhöhe. Der sicherste Platz ist deshalb eine stabile horizontale Fläche auf mittlerer Höhe – möglichst fern von Vorhängen, aber auch nicht direkt unter Hängeschränken.

Die Materialwahl des Dochts beeinflusst ebenfalls das Gefahrenpotenzial. Baumwolldochte ohne Metallkern biegen sich weich, wenn sie zu lang sind, und können dabei den Rand berühren. Zink- oder Papierkern-Dochte bleiben fester und brennen gleichmäßiger. Hochwertige Duftkerzen verwenden letztere, sind jedoch teurer. Der Aufpreis entspricht einer indirekten Versicherung gegen Flammeninstabilität.

Doch Vorsicht: Das Bundesinstitut für Risikobewertung dokumentiert, dass Blei aus Kerzendochten mit Emissionsraten zwischen 0,5 bis 1700 Mikrogramm pro Stunde in die Raumluft übergehen kann. Bei Kindern kann dies zu erhöhter Bleikonzentration im Blut führen. Das BfR empfiehlt Herstellern, auf Blei in allen Bestandteilen von Kerzen zu verzichten. Auch Nickel in Kerzen stellt ein Gesundheitsrisiko dar: Über die Atemluft aufgenommenes Nickel kann krebserzeugend sein und zu Lungenkrebs führen.

Besonders in Räumen mit empfindlicher Elektronik – etwa Computern oder Fernsehern – sollte auf Duftkerzen vollständig verzichtet werden. Paraffin-Wachse setzen mikroskopisch feine Partikel frei, die Lüftungsschlitze und Sensoren über Zeit kontaminieren. Alternativ eignen sich elektrische Duftdiffusoren auf Basis ätherischer Öle – ohne offene Flamme und ohne die problematischen Emissionen.

Sicherheitscheck für den Alltag mit einfachen Faustregeln

Wer mehr Struktur will, kann sich an einfachen Faustformeln orientieren. Halte ausreichend Abstand von allen entflammbaren Materialien. Lösche die Kerze rechtzeitig, bevor du den Raum verlässt, nicht erst beim Weggehen. Diese kurze Vorlaufzeit erlaubt dem flüssigen Wachs, partiell zu erstarren, und verhindert, dass Nachglut oder Restwärme Gegenstände in der Nähe beeinflussen.

Für Haushalte mit Kindern oder Haustieren gilt eine Erweiterung: Kerzen sollten außerhalb der Reichweite von Kindern platziert werden. Statistiken zeigen, dass viele Unfälle durch spielende Kinder oder wedelnde Schwänze von Haustieren entstehen. Ein besonders alarmierendes Ergebnis einer KFV-Umfrage unter mehr als 1.000 Personen zwischen 14 und 75 Jahren: Über 11 Prozent der Befragten konnten die Feuerwehrnummer nicht korrekt angeben und verwechselten sie irrtümlich mit Rettung oder Polizei. Im Notfall können diese Sekunden der Verwirrung entscheidend sein.

Die Branchenverbände und Sicherheitsinstitutionen empfehlen außerdem, Kerzen niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Besonders die Nutzung von Kerzen erfordert kontinuierliche Aufmerksamkeit, da bereits wenige Sekunden Unachtsamkeit ausreichen können, um einen Brand zu verursachen.

Was bei der Auswahl einer Duftkerze übersehen wird

Im Handel dominieren derzeit Kerzen mit ätherischen Mischölen und synthetischen Duftstoffen. Für die Sicherheit entscheidend sind dabei nicht nur Brenneigenschaften, sondern chemische Stabilität. Natürliche Öle wie Lavendel oder Zitrone sind leicht flüchtig, aber weniger rußintensiv. Allerdings zeigen die Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts, dass gerade Duftkerzen mit synthetischen Zusätzen zu erhöhter Schadstoffbelastung führen.

Synthetische Duftstoffe können beim Erhitzen polymerisieren oder sich zersetzen – Folge: ungleichmäßiger Brennverlauf und erhöhter Rauch. Die bereits erwähnte Formaldehyd-Freisetzung ist hier besonders problematisch. Farbpigmente beeinflussen die Wärmeleitfähigkeit des Wachses. Dunkle Farben absorbieren mehr Wärme und erfordern stärkere Wärmestabilität des Gefäßes.

Ein Qualitätsprodukt erkennt man daran, dass die Zutatenliste transparent ist und der Hersteller Angaben zu Brenndauer und Wachsmischung macht. Produkte, die dies verschweigen, sind meist importierte Billigware ohne Prüfnorm. Verbraucher sollten besonders darauf achten, dass Kerzen frei von Blei und Nickel sind und idealerweise auf Paraffinbasis verzichten, um die Benzol-Belastung zu minimieren.

Praktische Maßnahmen für sichere Atmosphäre ohne Kompromisse

Sicherheit muss keine ästhetische Einschränkung bedeuten. Mit einigen gezielten Strategien lässt sich Wohlfühlambiente und Brandschutz kombinieren. Kerzen in stabilen, dickwandigen Gefäßen verwenden, die eine gleichmäßige Temperaturverteilung ermöglichen. Kerzen nicht bis zum Boden abbrennen lassen – ein Rest von Wachs am Boden verhindert Überhitzung des Untergrunds.

Statt Streichholz lieber längere Feuerzeuge oder Anzündstäbe einsetzen; sie halten Abstand zur Flamme und verhindern Wachsspritzer. Kerzenlöscher statt Luft verwenden – jedes Ausblasen wirbelt mikroskopische Partikel auf, die optische Rauchmelder auslösen können. Regelmäßig den Docht kürzen: Wie das AOK-Magazin empfiehlt, sollte der Docht auf maximal einen Zentimeter zurückgeschnitten werden, sobald das Wachs ausgehärtet ist.

Auf Raumtemperatur achten: Bei sehr hohen Temperaturen verformt sich Wachs schnell, im Winter bei sehr niedrigen Temperaturen entstehen Risse – beides erhöht ungleichmäßigen Abbrand. Auch die Aufbewahrung spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Gelagerte Kerzen sollten kühl und trocken aufbewahrt werden, da extreme Temperaturen aromatische Moleküle zersetzen und Wachs weicher machen können. Die Folge: verkürzte Lebensdauer und unsauberer Brennrand.

Wenn doch einmal etwas passiert – physisches Verhalten im Notfall

Ein Entstehungsbrand durch eine umgefallene Kerze breitet sich schnell aus, doch das Verhalten der Bewohner entscheidet über den Schadensumfang. Bei Kerzenbränden gelten drei Regeln, die oft bekannt, aber selten trainiert sind: Nicht mit Wasser löschen, solange flüssiges Wachs beteiligt ist – es verdampft explosionsartig und schleudert brennende Tröpfchen. Luftzufuhr stoppen – mit einer schweren Decke oder einem Backblech abdecken. Feuerlöscher oder Löschspray bereithalten, vor allem in Haushalten mit häufiger Kerzennutzung.

Ein handelsüblicher Schaumlöscher der Klasse A/B genügt. Wichtig ist, ihn griffbereit zu lagern, nicht im Keller oder auf dem Dachboden. Nach einem Zwischenfall sollte das Gefäß nicht mehrverwendet werden, selbst wenn es augenscheinlich unbeschädigt ist: Mikrospannungen im Glas können bei erneutem Gebrauch zum Bersten führen. Die bereits erwähnte KFV-Studie zeigt deutlich: Vorbereitung rettet Leben. Wer die Notrufnummer kennt und einen Feuerlöscher griffbereit hat, gewinnt im Ernstfall wertvolle Sekunden.

Der unterschätzte Beitrag zur Raumluftqualität

Kerzen sind nicht nur Lichtquelle, sondern auch Emissionsquelle. Die Forschungen des Fraunhofer-Instituts und des Umweltbundesamtes zeigen eindeutig: Der Feinstaubausstoß einer brennenden Duftkerze mit Paraffinanteil ist messbar und gesundheitlich relevant. Das Fraunhofer-Institut für Holzforschung hat dokumentiert, dass sich nach dem Abbrennen von Duftkerzen deutlich mehr Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Feinstaub in der Raumluft nachweisen lassen.

Langfristig führen diese Partikel zu staubigen Ablagerungen an Wänden und Decken, insbesondere über dem Brennpunkt. Eine monatliche Reinigung der Umgebung mit leicht angefeuchtetem Mikrofasertuch verhindert die sogenannte Kerzenpatina. Wer empfindlich auf Duftstoffe reagiert oder die Schadstoffbelastung minimieren möchte, sollte auf ungefärbte Sojawachskerzen ohne Parfüm ausweichen – sie brennen sauberer und erzeugen kaum Ruß.

Besonders wichtig: Vermeiden Sie Kerzen mit Paraffinbasis, da diese laut Umweltbundesamt Benzol freisetzen, das von der WHO als krebserregend eingestuft wird. Auch die Formaldehyd-Emissionen aus Duftstoffen sollten nicht unterschätzt werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt ausdrücklich, auf Kerzen mit Blei- oder Nickeldochten zu verzichten, da diese Schwermetalle in gesundheitsschädlichen Konzenzentrationen in die Atemluft gelangen können.

Wie Technik traditionelle Sicherheit ergänzt

Der Markt bietet inzwischen digitale Brandschutzlösungen, die sich leicht integrieren lassen. Optische Rauchmelder sind mittlerweile Standard in den meisten Haushalten und können zwischen verschiedenen Raucharten unterscheiden, um Fehlalarme zu vermeiden. Intelligente Steckdosen mit Timer, über die Duftlampen automatisch nach einer festgelegten Zeit abgeschaltet werden, bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene. Elektrische Kerzenlichtsimulation erzeugt denselben visuellen Effekt ohne offene Flamme und ohne die gesundheitsschädlichen Emissionen von Paraffinkerzen.

Solche Systeme erweitern den Sicherheitskorridor, ersetzen aber nicht die Grundregel: Brennende Kerzen dürfen niemals unbeaufsichtigt bleiben. Die Balance zwischen Ästhetik und Verantwortung gelingt dort am besten, wo technische Hilfsmittel und bewusste Routinen zusammenwirken.

Die Balance zwischen Ästhetik und Verantwortung

Eine brennende Kerze ist ein mikroskopisches Feuer – kontrolliert, aber real. Ihre Faszination liegt im Ursprung unserer Kultur: Licht, Wärme, Duft, Atmosphäre. Doch jeder, der sie entzündet, übernimmt eine kurzfristige Aufsichtspflicht über ein chemisches System, das sich nicht für Unachtsamkeit interessiert. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung, des Fraunhofer-Instituts und des Umweltbundesamtes zeigen deutlich: Kerzen sind mehr als nur Lichtquellen – sie sind Emissionsquellen für potenziell gesundheitsschädliche Substanzen.

Die Freisetzung von Benzol, Formaldehyd, Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, Blei und Nickel sollte jedem Verbraucher bewusst sein. Eine konsequent umgesetzte Routine – Unterlage prüfen, Abstand frei halten, Flamme löschen, Docht auf maximal einen Zentimeter kürzen – nimmt kaum eine Minute Zeit in Anspruch. Sie verhindert jedoch Schäden, die Tage an Reinigung oder gar Monate an Reparaturen erfordern könnten.

Die Statistiken sprechen eine klare Sprache: Mit rund 1.000 Bränden jährlich allein in Österreich durch offenes Licht und Feuer und etwa 6.000 zusätzlichen Bränden im Dezember 2024 in Deutschland ist die Gefahr real und präsent. Besonders in den Monaten November, Dezember und Jänner, wenn 60 Prozent aller kerzenbedingten Brände auftreten, ist erhöhte Wachsamkeit geboten.

Selten lässt sich Sicherheit so elegant in Alltag integrieren. Eine wohl positionierte Duftkerze, auf stabilem Boden, in sauberer Umgebung, aus hochwertigen Materialien ohne Schwermetalle und schädliche Zusätze, kann jahrzehntelang Freude spenden, ohne je ein Risiko zu werden. Sorgfalt ist hier keine Einschränkung, sondern die Voraussetzung für echten Komfort.

Kernsätze zum Mitnehmen

  • Halte ausreichend Abstand zu allen entflammbaren Materialien
  • Verwende nur hitzebeständige, stabile Flächen als Untergrund
  • Lösche die Kerze mit Löscher, nicht durch Ausblasen
  • Kürze den Docht laut AOK-Magazin auf maximal einen Zentimeter
  • Bevorzuge Kerzen ohne Blei und Nickel, meide Paraffinkerzen
  • Lüfte regelmäßig, um Schadstoffbelastung zu reduzieren
  • Kenne die Feuerwehrnummer – über 11 Prozent können sie nicht korrekt angeben

Die Summe dieser einfachen Handlungen schützt nicht nur Möbel und Wohnung, sondern auch die Gesundheit aller Bewohner. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Institutionen wie dem Bundesinstitut für Risikobewertung, dem Fraunhofer-Institut für Holzforschung und dem Umweltbundesamt machen deutlich: Bewusster Umgang mit Duftkerzen bedeutet mehr als Brandschutz – es bedeutet auch Schutz der Atemluft und langfristige Gesundheitsvorsorge. Weil wahre Entspannung erst dort beginnt, wo unser Zuhause sicher ist – und die Luft, die wir atmen, frei von vermeidbaren Schadstoffen.

Wie oft lässt du Duftkerzen unbeaufsichtigt brennen?
Nie passiert mir
Manchmal für Minuten
Regelmäßig beim Telefonieren
Immer wenn ich kurz weg bin

Schreibe einen Kommentar